Gedanken zum Monatsspruch: Dezember

Ein Gastbeitrag von Kim

Mache dich auf, werde licht; denn dein Licht kommt,
und die Herrlichkeit des HERRN geht auf über dir!

Jes 60,1 (L)

 

Weihnachtszeit ist Lichterzeit. Meine Mitbewohnerinnen haben mir schon angekündigt, dass in Kürze die Balkone vom Plattenbau gegenüber um die Wette glitzern, blinken und leuchten werden, ohne dass es ein zu viel an Farbe oder Intensität gibt. „Lobeda leuchtet“ nennt sich das Phänomen, und wenn es einige Wochen später endet, muss man sich an die neue Dunkelheit in der Küche gewöhnen. Lobeda ist dabei kein Einzelfall, und das Zusammenspiel zwischen dem übertriebenem Leuchtkitsch und der grenzenlosen Weihnachtszeit, die noch lange vor dem Reformationstag beginnt und irgendwie auch erst kurz vor Ostern endet, bewegt viele Menschen dazu, Weihnachten abzusagen. Weiterlesen

Gedanken zum Monatsspruch: September

Ein Gastbeitrag von Kim

Bin ich nur ein Gott, der nahe ist, spricht der HERR, und nicht auch ein Gott, der ferne ist?

(Jer23,23; Lutherübersetzung)

 

Ein Gott, der fern ist, ist nicht unbedingt die Idealvorstellung, die man so von seiner eigenen Gottesbeziehung hat. Der Vers steht in einem Abschnitt der Bibel, in dem sich Gott über die falschen Propheten aufregt, die seinen Namen missbrauchen, um Lügen zu verbreiten und andere Götter anzubeten. Gott reagiert darauf, in dem er sich distanziert. Aber wenn sich Gott, das personifizierte Gute, das Licht der Welt, distanziert, dann ist das so, als wenn jemand das Licht ausknipst. Es wird düster-dunkel. Der Mensch ist für Gottes Gegenwart geschaffen, und was gut für ihn ist, hängt daher immer mit Gottes Nähe zusammen. Sagt Gott also, er ist so enttäuscht von den Propheten, dass er sich von ihnen entfernt, dann bedeutet das für diejenigen, dass sie die Hölle auf Erden erwarten können.

Diese Distanz ist aber keine räumliche Distanz, sondern eine Distanz auf Beziehungsebene. Genau, wie Gottes Kraft keine Grenzen kennt, kennt seine Anwesenheit diese auch nicht. Man sagt, Gott ist omnipräsent. So kann der Psalmist auch beten:

„Wohin könnte ich schon gehen, um deinem Geist zu entkommen, wohin fliehen, um deinem Blick zu entgehen? Wenn ich zum Himmel emporstiege – so wärst du dort! Und würde ich im Totenreich mein Lager aufschlagen – dort wärst du auch!“ (Ps139,7f; NGÜ)

Man kann sich direkt neben der Person befinden, mit der man sich gerade gestritten hat, und sich trotzdem meilenweit von ihr entfernt sein, Rücken an Rücken sitzend, dem anderen vor Verletzung nicht in die Augen blicken könnend. Manchmal merkt man in so einem Streit erst richtig, dass die „Kleinigkeit“, die einem passiert ist, die andere Person richtig verletzt hat. In diesem Streit erkennt man seine eigenen Fehler. Und wenn Gott sich den Propheten entzieht, und ihnen der Segen fehlt, dann eigentlich auch nur, damit sie erkennen, dass es so nicht weitergeht. Er distanziert sich und wartet – er wartet darauf, dass sie sich wieder zu ihm umdrehen, dass aus dem Rücken an Rücken wieder ein Blick in die Augen werden kann. Gott wartet darauf, dass die Propheten ihre Fehler eingestehen und um Vergebung bitten:

„ein zerbrochenes und verzweifeltes Herz wirst du, o Gott, nicht zurückweisen.“ (Ps51,19b; NGÜ)

Ökumenischer Kreuzweg der Jugend 2012

Erlöse uns – Ökumenischer Kreuzweg der Jugend 2012

„Erlöse uns…“ ist eine zentrale Bitte an Gott.

Wir wünschen Uns, dass die Kraft dieses Gebetes bei Uns konkret wird, wenn Wir den Kreuzweg gemeinsam feiern. Wir wünschen Uns, dass wir im gemeinsamen Gebet die inspirierende Kraft des Geistes Gottes erfahren und das er unter Uns wirkt.

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Was ist der Jugendkreuzweg

Hast du schon mal was vom ökumenischen Jugendkreuzweg gehört? Er findet jedes Jahr immer am Freitag vor Palmsonntag in Deutschland statt. Auch in unserem Kirchenkreis ( Berlin Nord-Ost ) hat der Jugendkreuzweg schon eine lange Tradition.

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