Gedanken zum Monatsspruch: September

Ein Gastbeitrag von Kim

Bin ich nur ein Gott, der nahe ist, spricht der HERR, und nicht auch ein Gott, der ferne ist?

(Jer23,23; Lutherübersetzung)

 

Ein Gott, der fern ist, ist nicht unbedingt die Idealvorstellung, die man so von seiner eigenen Gottesbeziehung hat. Der Vers steht in einem Abschnitt der Bibel, in dem sich Gott über die falschen Propheten aufregt, die seinen Namen missbrauchen, um Lügen zu verbreiten und andere Götter anzubeten. Gott reagiert darauf, in dem er sich distanziert. Aber wenn sich Gott, das personifizierte Gute, das Licht der Welt, distanziert, dann ist das so, als wenn jemand das Licht ausknipst. Es wird düster-dunkel. Der Mensch ist für Gottes Gegenwart geschaffen, und was gut für ihn ist, hängt daher immer mit Gottes Nähe zusammen. Sagt Gott also, er ist so enttäuscht von den Propheten, dass er sich von ihnen entfernt, dann bedeutet das für diejenigen, dass sie die Hölle auf Erden erwarten können.

Diese Distanz ist aber keine räumliche Distanz, sondern eine Distanz auf Beziehungsebene. Genau, wie Gottes Kraft keine Grenzen kennt, kennt seine Anwesenheit diese auch nicht. Man sagt, Gott ist omnipräsent. So kann der Psalmist auch beten:

„Wohin könnte ich schon gehen, um deinem Geist zu entkommen, wohin fliehen, um deinem Blick zu entgehen? Wenn ich zum Himmel emporstiege – so wärst du dort! Und würde ich im Totenreich mein Lager aufschlagen – dort wärst du auch!“ (Ps139,7f; NGÜ)

Man kann sich direkt neben der Person befinden, mit der man sich gerade gestritten hat, und sich trotzdem meilenweit von ihr entfernt sein, Rücken an Rücken sitzend, dem anderen vor Verletzung nicht in die Augen blicken könnend. Manchmal merkt man in so einem Streit erst richtig, dass die „Kleinigkeit“, die einem passiert ist, die andere Person richtig verletzt hat. In diesem Streit erkennt man seine eigenen Fehler. Und wenn Gott sich den Propheten entzieht, und ihnen der Segen fehlt, dann eigentlich auch nur, damit sie erkennen, dass es so nicht weitergeht. Er distanziert sich und wartet – er wartet darauf, dass sie sich wieder zu ihm umdrehen, dass aus dem Rücken an Rücken wieder ein Blick in die Augen werden kann. Gott wartet darauf, dass die Propheten ihre Fehler eingestehen und um Vergebung bitten:

„ein zerbrochenes und verzweifeltes Herz wirst du, o Gott, nicht zurückweisen.“ (Ps51,19b; NGÜ)

20.000 Bibeln – ein Heavy Metal Festival‎

Metal Bibel Team

Tausende Fans der Metal Szene feiern auch dieses Jahr wieder das größte Heavy-Metal-Festival der Welt:  Wacken 2012. Die Bands heißen “Inquestor” , “Testament” und “Six Feet Under”. Pastor ter Haseborg vom Christuszentrum Itzehoe hat sich für alle bekennenden Metaler etwas ganz besonderes ausgedacht: Die Metal Bibel. Das Taschenbuch beinhaltet das Neue Testament und Erfahrungsberichte von Musikern der Heavy Metal-Szene, wie sie zum Glauben gefunden haben und sich dadurch ihr Leben verändert hat. 20.000 Exemplare will er dieses Jahr mit seinem Helfer Team verteilen. Weiterlesen