Gedanken zum Monatsspruch: Dezember

Ein Gastbeitrag von Kim

Mache dich auf, werde licht; denn dein Licht kommt,
und die Herrlichkeit des HERRN geht auf über dir!

Jes 60,1 (L)

 

Weihnachtszeit ist Lichterzeit. Meine Mitbewohnerinnen haben mir schon angekündigt, dass in Kürze die Balkone vom Plattenbau gegenüber um die Wette glitzern, blinken und leuchten werden, ohne dass es ein zu viel an Farbe oder Intensität gibt. „Lobeda leuchtet“ nennt sich das Phänomen, und wenn es einige Wochen später endet, muss man sich an die neue Dunkelheit in der Küche gewöhnen. Lobeda ist dabei kein Einzelfall, und das Zusammenspiel zwischen dem übertriebenem Leuchtkitsch und der grenzenlosen Weihnachtszeit, die noch lange vor dem Reformationstag beginnt und irgendwie auch erst kurz vor Ostern endet, bewegt viele Menschen dazu, Weihnachten abzusagen. Menschen sagen: „Ich mach bei Weihnachten nicht mehr mit.“ Und jetzt kommt Gott und sagt mir, ich soll bitte schön Licht sein? Als ob die Menschen nicht schon genug geblendet wären! Aber ich glaube, dass das Licht, dass man persönlich sein kann, eine andere Art von Licht ist. Sie ist so, wie eine Zimmerleuchte, unglaublich hilfreich. Das merkt man spätestens dann, wenn die Glühlampe durchgebrannt ist. Mit diesem Licht kann man arbeiten, sich orientieren, leben. Das hört sich dann doch eher nach einer Art von Licht an, die Jesus gemeint haben könnte, als er gesagt hat:

„Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht mehr in der Finsternis umherirren, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (aus Joh8,12)

Aber was bitteschön, soll das sein, ein Mensch, der Licht ist. Hat er vielleicht fluoreszierende Stoffe aufgenommen? Wohl kaum. Die Art von Licht hat, wie es in Johannes steht, den Effekt, dass man nicht mehr in der Finsternis umherirrt. Die Finsternis kann ein Scheinwelt sein (Vgl. „Bluff! Die Fälschung der Welt von Manfred Lütz), die einem die Augen vor der Wahrheit erblinden lässt, es können bedrückende Gedanken sein, die zu dunklen, selbstzerstörerischen Handlungen führen, oder aber es kann auch einfach die Bejahung des Bösen sein, das sich daran freuen, jemanden anderen zu Mobben zum Beispiel. In all diesen Situationen kann eine einzelne Person, die die Kraft und den Mut aufwendet, ihre Stimme mit hoffnungsvollen und wahren Worten zu erheben, Licht für die Welt sein. Das ist möglich, keine Sorge, denn es heißt im Kolosserbrief 1,11:

„Er, dem alle Macht und Herrlichkeit gehören, wird euch mit der ganzen Kraft ausrüsten, die ihr braucht, um in jeder Situation standhaft und geduldig zu bleiben.“

Eine frohe, besinnliche Weihnachtszeit allerseits! :)

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